Amsterdam ist eine unkonventionelle, lebensfrohe Weltstadt mit besonderem, historischem Flair. Das Amsterdam Museum (zuvor das Amsterdams Historisch Museum) spiegelt auf faszinierende und unterhaltsame Weise die reiche Geschichte der Stadt. Treten Sie eine überraschende Zeitreise durch sieben Jahrhunderte an!
Einstmals war Amsterdam eine kleine Niederlassung an der Amstel und im 17. Jahrhundert das Zentrum des Welthandels. Heute ist es eine innovative, offene Weltstadt mit besonderem, historischem Flair. Das Amsterdam Museum erzählt die faszinierende Geschichte der Stadt auf unterhaltsame Weise. In mehreren Ausstellungen werden interaktive Präsentationen und Filme gezeigt. Gemälde und andere Schätze aus der Vergangenheit erwecken die Geschichte zum Leben.
In den prächtigen Gebäuden des Amsterdam Museum war von 1520 bis 1960 das städtische Waisenhaus untergebracht. Über zwei Eingänge können Besucher eine historische Reise durch die Entwicklung von den ersten Anfängen der Siedlung bis zur modernen Metropole antreten. Multimediale und interaktive Präsentationen erwecken die verschiedenen Epochen auf unterhaltsame Weise zum Leben. Legen Sie selbst Hand an und helfen Sie, ein Pferd aus einer Gracht zu hieven, begeben Sie sich mit einem historisch getreuen Auto auf eine virtuelle Stadterkundung im Jahr 1970 oder klingeln Sie an einer Wohnungstür des modernen, multikulturellen Stadtviertels Bijlmer.
Die deutliche Beschilderung in dem Museum erleichtert Besuchern die Orientierung, zum Beispiel in Hinblick auf eine bestimmte Zeitperiode oder ein bestimmtes Thema. Besucher können auch anhand einer Multimedia-Karte eine große Museumstour machen und die gesamte Geschichte Amsterdams entdecken (mehrsprachig). In dem Museum finden darüber hinaus interessante Wechselausstellungen statt.
Einige Höhepunkte des Museums:
Vogelperspektive von Amsterdam, ca. 1538 ist der älteste, erhalten gebliebene Stadtplan, auf dem die südliche Richtung nach oben und die nördliche nach unten angegeben ist.
Pietà, ca.1450 Diese Statue wurde bei Ausgrabungen in einem Sarg auf dem Friedhof des ehemaligen Klosters St. Gertrude am Nieuwezijds Voorburgwal in Amsterdam gefunden.
Die Anatomielektion des Dr. Jan Deijman von Rembrandt van Rijn, 1656 Das Gemälde zeigt Dr. Jan Deijman, der ein Gehirn seziert, während sein Assistent die Schädeldecke festhält. Rembrandt wählte die Perspektive so, dass der Operationstisch aus dem Bild herauszuragen scheint.
Drehorgel „Rotznase“ (Snotneus) war stiller Zeitzeuge eines Blutbades auf dem Damplatz am 7. Mai 1945, zwei Tage nach der Befreiung. Eine große Menschenmenge hatte sich am Damplatz versammelt. Während die Menschen auf die Ankunft der Alliierten warteten, eröffneten zurückgebliebene deutsche Truppen das Feuer. 22 Menschen wurden getötet, viele fanden hinter der Drehorgel Schutz vor dem Kugelhagel.
Ebenfalls im Historischen Museum Amsterdam befindet sich eine wundersame, hölzerne Truhe mit einer ebenso wundersamen Geschichte. Die Legende erzählt, dass ein sterbender Mann im Jahr 1345 eine Hostie empfing. Er erbrach die Hostie und sie wurde in das Kaminfeuer geworfen, wo sie jedoch dem Feuer trotzte und nicht verbrannte. 200 Jahre lang wurden Prozessionen zur Erinnerung an das Wunder von Amsterdam gehalten und die Holztruhe mit der vermeintlichen Hostie durch die Straßen getragen. Später wurde die Holzkiste auf dem Dachboden des Bürgerwaisenhauses (dem heutigen Amsterdam Museum) aufbewahrt. Die Legende besagt, dass kranke Waisenkinder, die sich auf die Holzkiste setzten, oft auf wundersame Art genasen.
Das Amsterdam Museum spiegelt die Toleranz und den Unternehmensgeist der Stadt und ihrer eigenwilligen, weltoffenen Bewohner und erweckt sie zum Leben. Nach einem Besuch in diesem Museum sehen Sie die Stadt mit anderen Augen!