Im 17. Jahrhundert ließ man sich als selbstbewusster, zu Wohlstand gekommener Bürger gerne porträtieren. Ein Porträt musste der Person nicht nur sehr ähnlich sehen, sondern auch ihren sozialen Status wiederspiegeln. Frans Hals erhielt fünf Mal den äußerst bedeutsamen Auftrag, ein Schützengemälde anzufertigen. Wie keinem anderen gelang es ihm, die Schützen auf der Leinwand zu einer lebendigen Gruppe zusammenzustellen. Mit schwungvollen Pinselstrichen hielt er seine Auftraggeber so auf der Leinwand fest.
Dass die Werke von Frans Hals auch im 19. Jahrhundert noch großen Einfluss hatten, bezeugen Besuche von Impressionisten wie Claude Monet, Gustave Bourbet und Eduard Manet, die extra nach Haarlem reisten, um die Porträts der Regenten und Regentinnen des Altenhauses aus dem Jahre 1664 zu bewundern.

Das Frans Hals Museum befindet sich in einem malerischen historischen Gebäude, das ab 1609 als Altenhaus für Männer genutzt wurde. Frans Hals musste sich ebenfalls dort befunden haben, als er die Gruppenporträts der Regenten und Regentinnen des Altenhauses malte. Im Frans Hals Museum wird die größte Anzahl Porträts des Meisters gezeigt, zu der auch die einzigartigen und weltberühmten Schützen- und Regentenstücke gehören. Zudem besitzt das Museum zahlreiche Meisterwerke anderer bekannter Haarlemer Künstler, wie etwa Goltzius, Ruisdael und Saenredam. Als besonders schöne Elemente des Museumsgebäudes gelten darüber hinaus das prachtvoll ausgestattete Regentenzimmer, der charakteristische Speisesaal und der kunstvoll angelegte Innengarten.