Der zentrale Nieuwmarktplein ist ein historischer (Markt-)Platz im heutigen Chinatown von Amsterdam, unmittelbar neben dem Rotlichtviertel. Der Platz entstand durch die Auffüllung der umliegenden Wasserkanäle im Jahr 1614. Bereits in jener Zeit fanden hier Märkte statt, und diese Tradition setzt sich bis heute mit einem täglichen Markt und einem samstäglichen biologischen Markt fort. Der Nieuwmarktplatz ist von lebendigen Cafés und schönen Läden mit Büchern und Antiquitäten umgeben. Entdecken Sie die Vielfalt dieses pulsierenden Viertels, das Geschichte und multikulturelle Moderne auf perfekte Weise in sich vereint.

De Waag

Das stattliche Gebäude De Waag (Die Waage) thront königlich auf dem Nieuwmarktplatz. Es wurde 1488 als Stadttor errichtet und im 17. Jahrhundert zum städtischen Waaghaus umgebaut. Im Laufe der Jahrhunderte diente das Gebäude verschiedenen Zwecken. So beherbergte es von 1926 bis 1932 das Amsterdam Museum und bis 1987 das Jüdisch Historische Museum. Heute befindet sich in dem historischen Waaghaus das Restaurant-Café In de Waag. 300 Kerzen verleihen seinem stimmigen Interieur ein einzigartiges, gemütliches Ambiente.

Kammermusik im Rotlichtviertel

Das ehemalige Bethaniënklooster (Bethanienkloster) befindet sich mitten im Rotlichtviertel von Amsterdam. Es wurde 1462 für Frauen mit einem „sündigen Leben“ errichtet, die hier durch Eintritt in das Kloster Buße tun konnten. 1578 wurde das Kloster aufgelassen und parzelliert. Nur der Nordflügel blieb erhalten und beherbergte unter anderem eine Zimmerei. Der Nordflügel des Klosters wurde später vollständig renoviert. Seit dem Jahr 2000 erfüllen Kammermusiktöne höchsten Niveaus die ehemaligen Klostermauern. Aber auch Lesungen, Hochzeiten oder Konferenzen finden mitten im Rotlichtviertel hinter den geschichtsträchtigen Klostermauern statt.

Chinatown Amsterdam

In Amsterdams Chinatown sind sogar die Straßenschilder auf Chinesisch! Chinesische Siedler haben in Amsterdam eine lange Tradition. Einst waren sie für das Beladen und Beheizen der großen Passagierschiffe mit Kohle verantwortlich. Daher befindet sich das Chinatown-Viertel auch in der Nähe des alten Hafens der Stadt. Nachdem die kohlebetriebenen Schiffe ihre letzte Reise angetreten hatten, konzentrierten sich die chinesischen Siedler in Amsterdam zunehmend auf den Betrieb von Restaurants und Geschäften. Daher kommen Freunde der chinesischen Küche in Amsterdam besonders auf ihre Kosten, und auch das Chinesische Neujahr wird in Amsterdams Chinatown entsprechend groß gefeiert.

Chinesischer Tempel

Der Fo Guang Shan He Hua Tempel, auch Zeedijk-Tempel genannt, liegt in Amsterdams Chinatown und ist der größte, im traditionellen chinesischen Palaststil erbaute buddhistische Tempel in Europa. Er wurde von dem niederländischen Architekten Fred Greven entworfen und im Jahr 2000 von Königin Beatrix eröffnet. In den Gebäuden um das Haupt-Tempelgebäude herum befinden sich die Unterkünfte der Tempel-Nonnen sowie die Bibliothek des Tempels. Diese Gebäude bilden zudem den architektonischen Übergang zur Umgebung. Im Mittelalter stand an dieser Stelle ein Kloster, dessen Überreste 1944 abgerissen wurden. Jeweils samstagnachmittags finden Führungen durch den Tempel statt.

Das Nieuwmarkt-Viertel – eines der ältesten und zugleich vielseitigsten Viertel Amsterdams