Sexgewerbe mit langer Tradition

Prostitution hat in Amsterdam eine lange, von Toleranz geprägte Tradition. Dabei ist Sicherheit das zentrale Schlüsselwort. Mittels einer offenen und ehrlichen Politik soll Zwangsprostitution verhindert werden, und Prostituierte haben ihre eigene Gewerkschaft, stehen unter starkem Polizeischutz und haben ein Informationszentrum, das auch für Besucher geöffnet ist. In regelmäßigen Abständen werden Kontrollen durchgeführt. Prostituierte müssen sich Tests unterziehen und sich an professionelle Richtlinien halten. Das Stadtzentrum von Amsterdam wirkt auf den ersten Blick romantisch. Hinter diesem spannenden, unkonventionellen Bild, das die Innenstadt mit ihrem Motto "Alles, was gefällt, ist erlaubt" vermittelt, versteckt sich jedoch bisweilen eine sehr andere Realität. Diese wird von Sex, illegalem Handel und Zwangsprostitution bestimmt und von der Stadt Amsterdam und dem Justizministerium gemeinsam bekämpft.

Das Herz von Amsterdam verändern

Neue Ansätze bieten vielversprechende zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten für das Stadtzentrum. Im Rahmen des Projekts 1012 bekämpft die Gemeinde Amsterdam Kriminalität und Verwahrlosung im Stadtzentrum, indem sie bestimmte, der Kriminalität zuträgliche Geschäftstätigkeiten beschränkt und Prostitution nur noch in zwei Teilen der Stadt erlaubt. Gemeinsam mit Einwohnern, Unternehmern und Investoren will die Gemeinde Amsterdam auf diese Weise den einzigartigen Charakter der Innenstadt stärken und wirtschaftliches Wachstum fördern. Lesen Sie mehr über das Projekt 1012: Under construction.

Am eigenen Leib

Das PIC (Informationszentrum über Prostitution) ist nicht nur Anlaufstelle für Prostituierte, sondern auch für Besucher. Kaufen Sie hier ein ausgefallenes Rotlichtviertel-Souvenir oder schlüpfen Sie selbst ins Dirnen-Outfit! Während eines einstündigen Schnupperkurses erfahren Sie am eigenen Leib, wie es sich anfühlt, in einem Hurenfenster zu sitzen. Wenn Sie mehr über das geschichtsreiche Viertel erfahren möchten, können Sie auch an einer Führung teilnehmen, je nach Wunsch inklusive Besuch in einem Fenster-Bordell oder einer Sex-Show.

Älteste Kirche, urige Kneipen & Chinatown

Die Oudekerk ist die älteste Kirche von Amsterdam (um 1250). Sie diente früher als Treffpunkt für Einwohner und Händler und trägt daher den Spitznamen „Wohnzimmer von Amsterdam“. Zahlreiche Bürger von Amsterdam liegen in der Oude Kerk unter den Grabplatten begraben. So auch Rembrandts erste Frau Saskia van Uylenburgh. Am Zeedijk (Zugangsstraße zum Rotlichtviertel) befinden sich urige Kneipen, in denen Seeleute bereits vor 500 Jahren ihr Bier kippten. Amsterdams lebendige Chinatown befindet sich ebenfalls am Zeedijk. An der Hausnummer 106 können Sie den eindrucksvollen Fo Guang Shan He Hua Tempel besichtigen.

Vorsichtsmaßnahmen und Regeln

Im Rotlichtviertel drängt sich oft schon nachmittags ein buntes Publikum aus Touristen und Schaulustigen. Seien Sie daher besonders auf der Hut vor Taschendieben und lassen Sie Wertgegenstände am besten im Hotelsafe. Gönnen Sie den Bewohnern des Rotlichtviertels Ihren Schlaf und verursachen Sie in der Nacht und in den frühen Morgenstunden nicht unnötig viel Lärm. Zwischen 4 und 8 Uhr morgens gilt ein Prostitutionsverbot. Der Konsum von Haschisch und Softdrogen ist in den Niederlanden legal und findet vor allem in den Coffeeshops (Haschkneipen) statt. Achtung: Der Konsum und Besitz von harten Drogen ist verboten und wird streng bestraft!