In ihnen wohnten reiche Kaufmannsleute und das Großbürgertum, und nicht selten fanden hier historisch wichtige Ereignisse statt.  Zu den prächtigen Villen gehören meistens wunderschöne Gärten, und in manchen Grachtenhäusern befinden sich heute Museen. Es lohnt sich also auf jeden Fall, während Ihres Aufenthalts in Amsterdam mindestens eines dieser Kanalhäuser zu besuchen!

Die Grachtenhäuser von Amsterdam

Viele der stattlichen Villen an den malerischen Kanälen von Amsterdam zeugen von einer glorreichen Vergangenheit. In ihnen wohnten reiche Kaufmannsleute und das Großbürgertum, und nicht selten fanden hier historisch wichtige Ereignisse statt. Zu den prächtigen Villen gehören meistens wunderschöne Gärten, und in manchen Grachtenhäusern befinden sich heute Museen. Es lohnt sich also auf jeden Fall, während Ihres Aufenthalts in Amsterdam mindestens eines dieser Kanalhäuser zu besuchen! Die Grachtenhäuser sind ein wichtiger Bestandteil des historischen Erbes der Stadt, und sie erlauben einen Blick zurück ins holländische Goldene Zeitalter.

Typisch Amsterdam

Viele der Grachtenhäuser wurden um das 17. Jahrhundert herum erbaut – zur Glanzzeit des holländischen Goldenen Zeitalters. Diese herrschaftlichen Villen dienten sowohl als Wohn- als auch als Arbeitsstätten. Kanalhäuser haben oft reich verzierte Giebel und zwei Eingänge. Die wohlhabenden Leute betraten das Haus durch die Tür oberhalb der Treppe, während die Dienstboten den Eingang unterhalb der Treppe benutzen mussten. Aufgrund des beschränkten Platzes an den Kanälen in der Innenstadt sind die Grachtenvillen meist schmal, dafür aber sehr tief gebaut. Über die an ihren Giebeln angebrachten Eisenhaken können Möbel und andere große Güter ins Haus gehievt werden, da die Treppenhäuser dafür häufig zu eng sind.

Grachtenhausmuseum

Besuchen Sie eines der Museen in einem Grachtenhaus und spüren Sie die Grandezza dieser eleganten Villen aus dem 17. Jahrhundert. Im Grachtenhaus Museum van Loon ist die ursprüngliche Einrichtung größtenteils erhalten, und insbesondere die Beletage (die besten Räume im ersten Stock) ist sehr eindrucksvoll. Im Museum Geelvinck finden an manchen Sonntagnachmittagen um 16 Uhr oft Konzerte auf historischen Instrumenten statt. Und das Willet-Holthuysen Museum an der Herengracht ist eine wahre Schatztruhe antiker Sammlerstücke. Die ehemalige Dame des Hauses hat ihre Villa der Stadt Amsterdam übertragen, mit der Auflage, dass in ihrem Haus nach ihrem Tod ein Museum eingerichtet wird.

Keramik-Grachtenhäuser im Kleinformat von KLM.

Die holländische Fluggesellschaft KLM schenkt seit den 1950er-Jahren ihren World-Business-Class-Passagieren kleine blau-weiße Grachtenhäuser aus Keramik, die mit Genever, dem holländischen Wachholderbranntwein, gefüllt sind. Jeweils am 7. Oktober feiert die KLM ihren Geburtstag, und dann kommt ein neues Keramik-Grachtenhaus heraus. Die Grachtenhäuser im Kleinformat sind begehrte Sammlerobjekte, und mancher Passagier probiert mit den Flugbegleitern zu verhandeln, um ein fehlendes Keramik-Grachtenhaus für seine Sammlung zu ergattern. Der Genever in den Keramikhäuschen stammt vom Hersteller House of Bols, daher sind die KLM-Grachtenhäuser auch im Museum von House of Bols zu sehen.

Übernachten in einem Grachtenhaus

Was kann man sich Schöneres vorstellen, als in einem dieser großbürgerlichen Häuser am Kanal zu übernachten? Es gibt etliche Grachtenhäuser in Amsterdam, in denen Hotels von 1 bis 5 Sterne untergebracht sind. Das Canal House Hotel beispielsweise hat durch seine antike Inneneinrichtung etwas vom Glanz vergangener Zeiten. Das legendäre Pulitzer Hotel gibt es insgesamt in 25 Grachtenhäusern, die zusammengenommen eine Einheit bilden! Und andere Hotels wie etwa das Hotel Orlando und Hotel De Toren setzen vor allem auf exzellenten persönlichen Service und stilvolles Interieur.

Der Grachtengürtel von Amsterdam gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und ist ein wesentlicher Teil des historischen Erbes der Stadt Amsterdam.